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After Workout Dinner

 

Da hat man gerade 90 Minuten herrlich trainiert, fährt beseelt nach Hause und dann schlägt er hinterrücks zu: Was tun gegen Heißhunger nach dem Workout?

 

Das Training läuft super, die Ernährung wird auch immer erfolgreicher umgestellt, eigentlich läuft auf dem Weg zum gesunden, schlanken Körper alles nach Plan. Wenn nur nicht diese fiesen Fressattacken wären, die einen nach dem Training heimsuchen. Die Gier, vor allem nach Kohlehydraten und Fett, scheint übermächtig, allzu schnell nimmt man nur noch aus den Augenwinkeln wahr, wie die Hand die Burger-Tüte entgegennimmt. Wie verhindert man die Post-Trainings-Fressattacken?

 

IMMER GRIFFBEREIT: EIN KLEINER SNACK

Sie sollten innerhalb einer halben Stunde nach dem Training einen kleinen Snack zu sich nehmen – auch, wenn Sie eigentlich noch keinen Hunger haben. Sie haben gerade jede Menge Kalorien verbrannt, Ihr Körper braucht Energienachschub. Nützlicher Nebeneffekt: Das hilft auch gegen die Entstehung von Muskelkater. Das britische Magazin ´Fitness´ zitiert außerdem die Ernährungsprofessorin Enette Larson-Meyer von der Universität von Wyoming, die erklärt: „Das Training fördert die Produktion des YY-Peptid-Hormons, das uns ein zeitweiliges Sättigungsgefühl beschert.“ Dieser Effekt verschwindet allerdings nach einiger Zeit und dann gilt es die Zeit bis zur nächsten Mahlzeit zu überstehen. Großer Fehler, damit programmiert man lediglich, sich beim nächsten Essen viel zu voll zu stopfen.

 

BELOHNEN GERNE, ABER KALORIENFREI

Wir müssen uns von diesem Gedanken befreien, dass wir uns mit Essen belohnen, wenn wir etwas gut gemacht haben – wenn beispielsweise ein erfolgreiches Workout hinter uns liegt. Zum einen kann man sich auch mit einem schönen Film oder einem entspannenden Bad belohnen. Wenn die Belohnung tatsächlich essbar sein muss, greifen Sie zu etwas Gutem: einem frischen Apfel oder einer Handvoll Nüssen.

Eine weitere Gefahr in dem Gedanken ´Ach, das kann ich auf jeden Fall essen, ich hab ja grade 500 Kalorien verbrannt´. Häufig überschätzen wir, wie viele Kalorien tatsächlich abgestrampelt wurden. Wissenschaftler fanden heraus, dass alleine der Gedanke ans Training dazu verführt, häufiger in die Snackbox zu greifen oder beim Mittagessen in der Kantine die Lasagne statt des Salats zu nehmen.

Vermeiden Sie außerdem, sich nach dem Training den Bauch vollzuschlagen, in dem Sie eine ganz normale Portion essen: Die Hälfte tut’s erst einmal auch. Dann warten Sie 15 Minuten – haben Sie danach immer noch Hunger, darf´s ein Nachschlag sein.

 

ERST TRINKEN, DANN ESSEN

Die Wasserflasche kann Ihr bester Freund werden, wenn Sie gegen Post-Trainings-Fressattacken kämpfen. Erst einmal verwechselt unser Körper gerne Symptome: Wenn wir Durst haben (oder schläfrig sind, übrigens), kann es sich für uns so anfühlen, als hätten wir Hunger. Trinken Sie also am besten regelmäßig über den Tag verteilt, um Durst gar nicht aufkommen zu lassen.

 

FRESS-ATTACKENKILLER HIIT

Hochintensives Intervall-Training wie Tabata kann nicht nur Ihrem Körper helfen, schneller Fett loszuwerden, sondern auch Ihren Appetit zu zügeln, will das ´Journal of Obesity´ erfahren haben. ´Fitness´ fragte erneut die Expertin Larson-Mayer: „Während eines harten Trainings steigt die Körpertemperatur. Und weil die Muskeln mehr Sauerstoff benötigen, wird die Durchblutung dort verstärkt und nimmt im Bauch ab.“ Beide Faktoren – die Körpertemperatur und die Durchblutung – sollen ein Hungergefühl unterdrücken. Dennoch gilt auch hier Regel 1: Essen Sie direkt nach dem Training einen kleinen, kalorienleichten Snack, um die Gier nach Fressattacken im Rahmen zu halten.

 

Quelle: Cover Media

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